Komisch, wie man doch immer wieder zu seinen Wurzeln zurückkommt. Seit ca 3 Jahren hab ich nicht mehr an Rio Reiser gedacht, Held meines zehnjährigen Ichs, Gegenstand einer Facharbeit in der Oberstufe und einer Seminararbeit in Musikwissenschaft, neben Stoppok und Dziuk der dritte der Großen, die mich das Texten auf Deutsch lehrten, und denen ich nich dankbar genug sein kann.
Doch irgendwo zwischen dem Hören der neuen Gisbert zu Knyphausenplatte und meinem 25. Geburtstag kam er wieder in meine Ohren. Und Augen. Eine neuere der unzähligen Dokumentationen stand plötzlich in unserem DVD-Regal und kurz darauf auf meinem Personalkauf-Zettel.
Und es ist wieder so, als hätte ich nicht diese Lieder ca. 300 mal pro Stück gehört in meinem Leben. Die Schnippsel, aus denen die meisten Dokumentationen zusammengesetzt sind, nicht schon mitsprechen können, mit Diktiergerät vom Fernseher mitgeschnitten und auf Kassette unzählige Male gehört, bis die Bänder dem gemeinem Bandwurm zum Opfer fielen.
Diese Teenagerfaszination scheint in dem Fall einfach keine gewesen zu sein. Nach 15 Jahren ist sie ungebrochen.
